"Kolonialismus im Schulunterricht"

am Freitag, den 31. Januar 2020 von 14:00-18:00 Uhr, laden die Gustav Heinemann-Gesamtschule und die EXILE Kulturkoordination Sie herzlich zum Lehrer*innen Workshop „Kolonialismus im Schulunterricht“ ein.

Ob es um internationale wirtschaftliche Verflechtungen oder deutsche Außen- und Innenpolitik, um Menschenrechte oder Reisen, Kultur oder noch immer gegenwärtige Welt- und Menschenbilder geht - die Spuren des Kolonialismus ziehen sich durch unser heutiges Leben wie ein roter Faden. Dennoch findet dieser Teil auch deutscher Geschichte im Alltag kaum Beachtung. Kolonialrassismus prägt bis in die Gegenwart das Zusammenleben und die gesellschaftlichen Verhältnisse in Deutschland.

Der Themenkomplex „Kolonialismus“ ist zwar in allen deutschen Geschichtslehrplänen verankert - und doch wird im Unterricht und Lehrbüchern nach wie vor ein häufig sehr monolithisches Bild von Afrika vermittelt. Eine differenzierte Betrachtung und das Einbeziehen anderer Perspektiven (z.B. der der „Kolonialisierten“) findet häufig nicht statt. Vor diesem Hintergrund werden Rassismen und Diskriminierungen weiter produziert und reproduziert. Der Workshop möchte in einer gemeinsamen praxisbezogenen Reflexion Möglichkeiten für einen lebensnahen und nachhaltigen Einbezug der Themen „Deutsche Kolonialgeschichte“ in den Schulunterricht ausloten. Neue Fragestellungen und Materialien, die nicht zum Standard-Repertoire der Lehrbücher gehören, sollen vorgestellt werden.

Ein fächerübergreifender Workshop für Lehrende aller Unterrichtsfächer ab Jgst. 9. aller Schulformen.

Anmeldefrist ist der 27.01.2020 unter: christine.link@exile-ev.de